Haltungsbedingungen
Dumeril-Boa — Herkunft: Süden und Südwesten Madagaskars (Trockenwälder, semiaride Gebiete und buschige Waldränder). Geschützte endemische Art: gelistet in CITES-Anhang I und Anhang A der EU-Verordnung — Haltung, Verkauf und Transport erfordern legale Dokumente (CITES-Bescheinigung / Abgabebescheinigung) und eine Nachzucht aus in Gefangenschaft geborenen Tieren. Es dürfen keine Wildfänge erworben werden..
Temperaturgradient im Terrarium
Ein horizontaler Temperaturgradient ist unerlässlich. Warmer Punkt/warme Zone am Boden um 32 °C für die Verdauung (Heizmatte oder Heizkabel am Thermostat oder Keramikstrahler) — ein intensiver Wärmestrahler ist nicht nötig, da die Art nicht sonnenliebend ist. Eine nächtliche Absenkung auf 22 °C ist förderlich; während eines Zuchtzyklus können die Winternächte über einige Wochen auf 18-20 °C gesenkt werden. Jedes Heizelement muss über einen Thermostat gesteuert und zum Schutz vor Verbrennungen abgeschirmt sein.
Horizontales, bodenbewohntes Terrarium, robust und gut belüftet
Mindestmaße für ein adultes Tier; für ein großes Weibchen besser größer wählen (200 x 100 cm). Bodenbewohnende Art und gelegentlicher Gräber: eine große Grundfläche statt Höhe vorsehen. Mindestens zwei stabile Verstecke bereitstellen (eine warme und eine kühle Zone) sowie einige niedrige Äste oder Dekorelemente. Verschließbarer Deckel/Türen: Eine kräftige Boa kann einen schwachen Verschluss aufdrücken.
Mäßige Luftfeuchtigkeit, die den madagassischen Trockenwald widerspiegelt. Routinemäßig 50-60% halten, mit Spitzen von 70% während der Häutung (leichtes Besprühen oder eine feuchte Zone). Dauerhaft hohe Luftfeuchtigkeit in Kombination mit schlechter Belüftung vermeiden — ein Faktor für Atemwegsinfektionen und Hautmykosen.
Ein Substrat, das die Feuchtigkeit mäßig hält, in einer Schichtdicke, die ein leichtes Eingraben erlaubt (5-10 cm). Kot und verschmutzte Stellen sofort entfernen. Feine Nadelholzspäne (Zeder, Kiefer) meiden, da sie die Atemwege reizen.
Nicht zwingend erforderlich (kathemerale/dämmerungsaktive Lauerjäger-Art), aber ein niedriges UVB (UV-Index ~1-2, leistungsschwache oder gedämpfte T5-Röhre) ist dem Stoffwechsel und dem Wohlbefinden zuträglich. Verstecke mit einer Zone vollständigen Schattens vorsehen.
Ein großes, sauberes und standfestes Wasserbecken, breit genug, damit die Schlange darin baden kann, besonders vor der Häutung. Das Wasser regelmäßig erneuern und das Gefäß reinigen/desinfizieren, um Bakterienwachstum zu begrenzen.
Süden und Südwesten Madagaskars (Trockenwälder, semiaride Gebiete und buschige Waldränder). Geschützte endemische Art: gelistet in CITES-Anhang I und Anhang A der EU-Verordnung — Haltung, Verkauf und Transport erfordern legale Dokumente (CITES-Bescheinigung / Abgabebescheinigung) und eine Nachzucht aus in Gefangenschaft geborenen Tieren. Es dürfen keine Wildfänge erworben werden.
Fütterung & Gesundheit
Fleischfresser — Nagetiere passender Größe (Mäuse für Jungtiere, Ratten und dann große Ratten für adulte Tiere); gelegentlich ein Kaninchen oder Meerschweinchen für sehr große Weibchen.
Aufgetaute Beute mit einem Durchmesser nahe der dicksten Stelle der Schlange. Jungtiere: alle 7-10 Tage; adulte Tiere: alle 2-4 Wochen. Eine zu Fettleibigkeit neigende Art: nicht überfüttern und den Rhythmus an Körperbau und Jahreszeit anpassen.
Die Fortpflanzung wird in der Regel durch eine winterliche Abkühlung (kühlere Nächte, kürzere Tage) über mehrere Wochen ausgelöst. Trächtigkeit von etwa 6-8 Monaten; typische Würfe von 6 bis 20 selbstständigen Jungtieren (bei großen Weibchen mitunter mehr). Die Zucht darf nur mit legal gehaltenen Tieren (CITES/EU) und dokumentierter Rückverfolgbarkeit erfolgen.
- Atemwegsinfektionen (Maulatmung, Pfeifgeräusche, Schleim) durch schlecht gehandhabte Kälte oder Feuchtigkeit
- Milbenbefall durch Ophionyssus natricis (Schlangenmilben)
- Unvollständige Häutung/Dysekdysis (zurückbleibende Hautfetzen, besonders an den Augen) durch Mangel an Feuchtigkeit oder Wasserstelle
- Fettleibigkeit durch Überfütterung, bei dieser Art häufig
- Einschlusskörperchen-Krankheit (IBD, Arenavirus-Infektion), die Boas betrifft; strikte Quarantäne neuer Tiere
Morphen & Genetik
Register mit 3 dokumentierte Gene und 3 benannten Kombinationen für Dumeril-Boa.
- Hypo (Hypomelanistic) hypoDom
- Axanthic (Anerythristic) axanthRez
- Caramel Albino (T+) caramelRez
Verpaarungsrechner
Wähle den Genotyp jedes Elterntiers — die Wahrscheinlichkeiten für das Gelege werden live neu berechnet. Kostenlos, ohne Anmeldung.
Dumeril-Boa × Dumeril-Boa
Wahrscheinlichkeiten pro Gen (unabhängige Loci).
Häufige Fragen
Antworten auf die häufigsten Fragen zur Haltung von dumeril-boa.
Wie groß wird ein ausgewachsenes Exemplar von Dumeril-Boa?▾
Welche Temperatur und Luftfeuchtigkeit braucht Dumeril-Boa?▾
Was frisst Dumeril-Boa?▾
Ist Dumeril-Boa ein gutes Reptil für Einsteiger?▾
Verfolge dein Tier (dumeril-boa) auf ReptiNode
Erstelle ein kostenloses Pflegetagebuch: Gewicht, Mahlzeiten, Häutungen, Gesundheitsheft, QR-Codes und Zuchtprojekte — mit integriertem Genetikrechner für über 200 Arten.
Kostenloses Konto erstellen