Haltungsbedingungen
Meller-Chamäleon — Herkunft: Ostafrika: Tansania, Malawi, Norden Mosambiks. Feuchte Savannenwälder und Bergregionen mittlerer Höhenlagen..
Temperaturgradient im Terrarium
Eine sonnenliebende Art, die einen echten punktuellen Wärmepunkt (Spot) an der Spitze der Einrichtung benötigt, mit einem starken Temperaturgefälle und zahlreichen Schattenbereichen. Ein deutliches nächtliches Absinken (um 16-18 °C) ist förderlich. Jede Überhitzung und das Fehlen einer kühlen Zone vermeiden, die schlecht vertragen werden.
Ein Arboreal-Terrarium aus Gitter/Netz (Mesh/Screen) von sehr großem Volumen, mit bevorzugter Höhe. Eine Unterbringung in einer Voliere/einem bepflanzten Raum (Free-Range) eignet sich noch besser.
Mindestmaße für ein Adulttier; größer ist bei dieser Riesenart stets vorzuziehen. Eine Fülle horizontaler und diagonaler Äste unterschiedlicher Durchmesser sowie dichtes Laub (lebende, ungiftige Pflanzen: Ficus, Efeutute, Schefflera) für Schatten und Rückzugsbereiche vorsehen. Wichtige Belüftung; Stauluft vermeiden.
Tagsüber mäßige Luftfeuchtigkeit, die nachts und beim Sprühen höher ansteigt. Feuchte Phasen und vollständiges Abtrocknen des Terrariums zwischen den Sprühgängen abwechseln: eine dauerhaft stehende Feuchtigkeit begünstigt Atemwegsinfektionen und Mykosen.
Bei dieser baumbewohnenden Art ist der Boden von geringer Bedeutung: Hygiene und eine gute Drainage des Sprühwassers bevorzugen. Jedes verschluckbare partikuläre Substrat (Kugeln, grobe Späne), das beim Erbeuten von Beutetieren am Boden einen Verschluss verursachen könnte, untersagen.
Unerlässlich. T5-HO-UVB-Röhre vom Typ 6 % (Zone mit hohem Bedarf), oberhalb des Wärmepunkts angebracht, mit zugänglichen Schattenbereichen zur Selbstregulierung. Die Lampe je nach Modell alle 6 bis 12 Monate austauschen. Ein angemessenes UVB beugt bei dieser großen Art der metabolischen Knochenerkrankung vor.
Trinkt nicht aus einem Napf mit stehendem Wasser. Ein Tropfsystem (Dripper) und/oder verlängerte Sprühgänge 1- bis 2-mal täglich bereitstellen; das Chamäleon leckt die Tropfen von den Blättern. Die Hydratation überwachen (eingesunkene Augen, orangefarbene Harnsäure = Dehydratation), ein Hauptproblem bei Importtieren.
Ostafrika: Tansania, Malawi, Norden Mosambiks. Feuchte Savannenwälder und Bergregionen mittlerer Höhenlagen.
Fütterung & Gesundheit
Insektenfresser / opportunistischer Fleischfresser — Große Beutetiere: Wanderheuschrecken, Schaben, adulte Grillen, Heuschrecken, Raupen (Schwärmer). Gelegentlich kleine Wirbeltiere (selten, als Ergänzung).
Großer Appetit und eine über 50 cm weit schleuderbare Zunge. Adulttiere alle 2-3 Tage füttern, Jungtiere täglich. Bestäuben der Beutetiere: Kalzium ohne D3 bei jeder Mahlzeit, Kalzium + D3 und Multivitamine in größeren Abständen (1x/Woche bis 1x/2 Wochen), um jede Überdosierung von Vitamin A zu vermeiden.
Gelege 20–80 Eier/Jungtiere. Ein sehr umfangreiches Gelege, das in einem lockeren, feuchten Substrat abgelegt wird. Lange und oft launische Inkubation (in der Regel mehrere Monate, ~5 bis 9 Monate je nach Temperatur, mit möglicher Diapause). Die Zucht in Gefangenschaft ist selten und gilt als schwierig; die meisten Handelstiere bleiben Wildfänge.
- Innere Parasiten (Nematoden, Protozoen): bei Wildimporten nahezu regelmäßig, Kotuntersuchung und tierärztliche Entwurmung unerlässlich
- Dehydratation und Nierenschädigung (Gicht) infolge unzureichender Wasseraufnahme
- Metabolische Knochenerkrankung (MBD) durch Kalzium-/UVB-Mangel
- Atemwegsinfektionen (stehende Feuchtigkeit, unzureichende Belüftung, zu niedrige Temperaturen)
- Stomatitis (Maulfäule) und mit chronischem Stress verbundene Erkrankungen
Morphen & Genetik
Register mit 0 dokumentiertes Gen für Meller-Chamäleon.
Häufige Fragen
Antworten auf die häufigsten Fragen zur Haltung von meller-chamäleon.
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