Haltungsbedingungen
Zwergbartagame — Herkunft: Australien: arides und halbarides Landesinnere des zentral-westlichen Queensland (mitunter Norden von Südaustralien). Australische endemische Art: Da die Ausfuhr von Wildtieren in Australien verboten ist, stammen alle Tiere im Handel aus Nachzucht (keine Wildfänge). Nicht im CITES gelistet, dennoch stets ein nachgezüchtetes und rückverfolgbares Tier bevorzugen..
Temperaturgradient im Terrarium
Heliophile Wüstenart, die einen echten lokalen Wärmespot (Spot/Strahler) benötigt, per Thermostat geregelt und mit einem Oberflächenthermometer kontrolliert. Nächtliche Absenkung bis 18-20 °C ist förderlich; oberhalb dieser Schwelle ist keine Nachtheizung nötig. Eine winterliche Brumation (Ruhe bei reduzierter Temperatur) kann bei gesunden Adulttieren unter Aufsicht durchgeführt werden.
Terrestrisches Wüsten-/Trockenterrarium, länger als hoch, gut belüftet, mit einem starken horizontalen Temperaturgradienten
Mindestmaße für ein adultes Tier; größer ist immer besser. Mindestens ein Versteck auf der warmen und eines auf der kühlen Seite vorsehen, flache Sonnenflächen und Steine zum Sonnen unter dem Spot sowie einen niedrigen Ast. Gitterterrarien vom Typ „Fliegengitter“ vermeiden, die weder die Wärme noch das UVB halten.
Trockenes Klima. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit und schlechte Belüftung begünstigen Atemwegs- und Hautinfektionen. Eine leichte, örtlich begrenzte Feuchtigkeitsspitze (feuchtes Versteck oder gelegentliches Besprühen) hilft während der Häutung.
Loses partikuläres Substrat birgt ein Risiko für einen Verdauungsverschluss (Impaktion), besonders bei Jungtieren oder bei zu kalt gehaltenen Tieren. Vorzugsweise im Napf oder abseits des Substrats füttern und einen wirksamen Wärmespot für eine gute Verdauung sicherstellen.
Unerlässlich. Starke UVB-Beleuchtung vom Wüstentyp (lineare Röhre T5 HO 10-12 % oder 12 %), die einen guten Teil der Länge abdeckt, je nach Modell alle 6-12 Monate ausgetauscht. Wärmespot und UVB-Zone am selben Ort platzieren (das Tier thermoreguliert und exponiert sich gleichzeitig). Ohne ausreichendes UVB: hohes Risiko einer metabolischen Knochenkrankheit. Zudem eine gute Tagesbeleuchtung vorsehen (Photoperiode ~12-14 h im Sommer, im Winter reduziert).
Kleiner, flacher Napf mit sauberem Wasser (regelmäßig gewechselt). Die Art nimmt auch über die Pflanzen Feuchtigkeit auf; gelegentliches Besprühen oder ein gelegentliches lauwarmes Bad unterstützen Hydratation und Häutung. Jegliche dauerhaft stauende Feuchtigkeit vermeiden.
Australien: arides und halbarides Landesinnere des zentral-westlichen Queensland (mitunter Norden von Südaustralien). Australische endemische Art: Da die Ausfuhr von Wildtieren in Australien verboten ist, stammen alle Tiere im Handel aus Nachzucht (keine Wildfänge). Nicht im CITES gelistet, dennoch stets ein nachgezüchtetes und rückverfolgbares Tier bevorzugen.
Fütterung & Gesundheit
Allesfresser — Kleine Insekten: Grillen, junge/kleine Schaben (Blaptica dubia), Heuschrecken; + Pflanzen (Löwenzahnblätter, Endivie, Feldsalat, Kresse, essbare Blüten) und etwas Gemüse. Gelegentlich Seiden-/Phoenixwürmer.
Ernährung ähnlich der von P. vitticeps, aber mit kleineren Beutetieren (Regel: nie breiter als der Augenabstand des Tieres). Jungtiere: hoher Insektenanteil, täglich gefüttert. Adulte: überwiegend Pflanzen (60-80 %), Insekten 2-3-mal/Woche, um Übergewicht zu begrenzen. Mehlwürmer und fette Beutetiere im Übermaß meiden. Ergänzen: Kalziumpulver (mit oder ohne D3 je nach UVB) auf den Insekten sowie Mineralien/Vitamine einige Male pro Woche.
Gelege 10–20 Eier/Jungtiere. Oft mehrere Gelege pro Saison nach der Paarung. Eine feuchte Eiablagebox (modellierbares Erde-Sand-Gemisch) mit ausreichender Tiefe bereitstellen. Künstliche Inkubation typischerweise um 28-30 °C für einen Schlupf in ~55-75 Tagen (Dauer je nach Temperatur variabel). Die Weibchen müssen in ausgezeichnetem Zustand sein (Kalziumreserven), um Legenot zu vermeiden.
- Metabolische Knochenkrankheit (MBD) infolge eines UVB-/Kalzium-/D3-Mangels
- Verdauungsverschluss (Impaktion) durch Substrat oder zu große Beutetiere
- Atemwegsinfektionen (zu kaltes, zu feuchtes oder schlecht belüftetes Klima)
- Verdauungsparasitosen (Madenwürmer, Kokzidien, insbesondere Isospora amphiboluri)
- Legenot (Dystokie) bei den Weibchen; Atadenovirus-Infektion („Agamen-Adenovirus“), die besonders Jungtiere schwächen kann
Morphen & Genetik
Register mit 1 dokumentiertes Gen für Zwergbartagame.
- Silkback / Leatherback (Introgressed?)Dom
Häufige Fragen
Antworten auf die häufigsten Fragen zur Haltung von zwergbartagame.
Wie groß wird ein ausgewachsenes Exemplar von Zwergbartagame?▾
Welche Temperatur und Luftfeuchtigkeit braucht Zwergbartagame?▾
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