Haltungsbedingungen
Geyrs Dornschwanzagame — Herkunft: Zentrale und südliche Sahara (Niger, Mali, Süden Algeriens), felsige und aride Lebensräume.
Temperaturgradient im Terrarium
Ein extremer Wärmepunkt ist bei dieser heliophilen Art UNVERZICHTBAR für die Verdauung: eine Sonnenplatzoberfläche von 48-58°C anstreben (Feldreferenz 45-55°C) unter einem starken Spot. Ein deutliches Temperaturgefälle zur kühlen Seite ist zwingend. Nachts kann die Heizung abgeschaltet werden (ein Absinken auf ~18°C wird gut vertragen).
Terrestrisches Wüstenterrarium
Eine große Grundfläche hat Vorrang: mindestens 120 x 60 cm für ein adultes Tier, größer ist immer besser. Ein sehr ausgeprägtes Temperaturgefälle, zahlreiche Verstecke und stabile Felsstapel vorsehen (am Boden fixiert, um jeden Einsturz beim Graben zu vermeiden). Eine gute Belüftung ist unverzichtbar. Ein Nachzuchttier bevorzugen (siehe Substrathinweis).
Streng wüstenbewohnende Art: trockenes und gut belüftetes Milieu. Eine chronisch hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt Atemwegs- und Hautinfektionen.
Eine tiefe Schicht (15-20 cm) für das natürliche Graben vorsehen. Verdauliche „Kalzium“-Sande vermeiden (Risiko der Verstopfung). ACHTUNG: Die Gattung Uromastyx ist in CITES Anhang II (EU Anhang B) gelistet: unbedingt ein Nachzuchttier mit Zertifikat bevorzugen. Wildgefangene Exemplare sind häufig parasitiert, gestresst und dehydriert, und ihr Handel ist reglementiert.
Unverzichtbar. Starkes UVB vom Typ T5 HO 10-12 % (Ferguson-Zone 3-4), im richtigen Abstand zum Sonnenplatz positioniert und alle 6 bis 12 Monate erneuert. Stark heliophile Wüstenart.
Keine große dauerhafte Wasserstelle nötig. Ein- bis zweimal pro Woche für einige Stunden eine kleine Schale mit sauberem Wasser anbieten oder ein Versteck leicht besprühen. Der Großteil der Flüssigkeitsaufnahme erfolgt über frische Pflanzen.
Zentrale und südliche Sahara (Niger, Mali, Süden Algeriens), felsige und aride Lebensräume
Fütterung & Gesundheit
Pflanzenfresser — Keine tierische Beute nötig; zu vermeiden, besonders beim adulten Tier (Gichtrisiko)
Basis aus verschiedenen Blattpflanzen (Löwenzahn, Endivie, Feldsalat, Klee, Rucola, essbare Blüten), ergänzt durch trockene Samen und Hülsenfrüchte (Linsen, Hirse, Spalterbsen). Regelmäßig mit Kalzium bestäuben (ohne D3, wenn hochwertiges UVB vorhanden ist) und maßvoll mit Vitaminen ergänzen. Übermaß an Spinat/Kohl vermeiden (Oxalate/Goitrogene) sowie jegliches tierisches Eiweiß.
Gelege 8–20 Eier/Jungtiere. Die Fortpflanzung wird in der Regel durch eine winterliche Abkühlung/Ruhephase (Brumation) ausgelöst. Eine feuchte und tiefe Eiablagezone vorsehen. Inkubation von etwa 55 bis 80 Tagen je nach Temperatur.
- Metabolische Knochenerkrankung (Kalziummangel oder unzureichendes UVB)
- Darmverschluss / Impaktion (ungeeignetes Substrat oder Dehydrierung)
- Gicht (Übermaß an tierischem Eiweiß und/oder chronische Dehydrierung)
- Fettleibigkeit (Übermaß an fetthaltigen Samen, Überfütterung, Platzmangel)
- Atemwegsinfektionen (zu niedrige Temperatur oder übermäßige Luftfeuchtigkeit)
Morphen & Genetik
Register mit 1 dokumentiertes Gen für Geyrs Dornschwanzagame.
- HypomelanisticDom
Häufige Fragen
Antworten auf die häufigsten Fragen zur Haltung von geyrs dornschwanzagame.
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Welche Temperatur und Luftfeuchtigkeit braucht Geyrs Dornschwanzagame?▾
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