Artenprofil · Gekkonidae

Phelsuma klemmeri

Vollständiger Haltungssteckbrief für klemmers taggecko — Haltungsparameter, Fütterung und Zucht.

Neon Day GeckoYellow-headed Day GeckoKlemmer's Day GeckoPhelsuma néonBambus-Taggecko (Bamboo Day Gecko)
Endgröße
8–10 cm
Lebenserwartung
8–12 Jahre
Schwierigkeit
Fortgeschritten
Temperament
Tagaktiv
Aktivität
Tagaktiv
Fortpflanzung
Eierlegend
01

Haltungsbedingungen

Klemmers Taggecko — Herkunft: Madagaskar (Nordwesten), endemisch in einem winzigen, zerstückelten Areal (Halbinsel Ampasindava, Region Nosy Faly), an Bambus gebunden. ACHTUNG: Die Art ist in CITES Anhang II gelistet (wie alle Phelsuma) und gilt in der Natur als bedroht; nur in Gefangenschaft geborene Tiere (NZ) erwerben, niemals Wildfänge, und die Herkunftsnachweise aufbewahren..

Temperaturgradient im Terrarium

Nacht min.20 °C
Kühle Zone22–25 °C
Warme Zone26–28 °C
Sonnenplatz30–32 °C

Wärmeliebende Art, aber aufgrund ihrer geringen Größe SEHR empfindlich gegenüber Überhitzung: Der kleine Wärmespot (leistungsschwacher Spot) darf das Terrarium niemals in eine Hitzefalle verwandeln. Ein echtes Gefälle aufrechterhalten und die Höchsttemperatur mit einem Thermometer überwachen. Eine nächtliche Absenkung auf etwa 20-22 °C ist förderlich.

Terrarium (adult)
30 × 30 × 45 cm

Vertikales Baumterrarium, bepflanzt/bioaktiv, mit Abschnitten aus hohlem Bambus

Mindestmaße für ein Paar oder ein Trio (max. 1 Männchen); für eine Gruppe das Volumen vergrößern. Vertikale Ausrichtung bevorzugt. Mehrere Stücke hohlen Bambus (Verstecke und Eiablageplätze) und dichtes Blattwerk bereitstellen. AUSBRUCHSICHERUNG UNERLÄSSLICH: feines Gitter, perfekt bündige Dichtungen und eine doppelte Schleuse an der Öffnung, da dieses winzige Tier durch den kleinsten Spalt entkommt. Gute Belüftung, um stehende Luft zu vermeiden.

Luftfeuchtigkeit
60–80 %

Tropisches Ambiente: tägliches Besprühen (morgens und/oder abends), um das obere Ende des Bereichs zu erreichen, mit teilweisem Abtrocknen dazwischen, um Stau und Schimmel zu vermeiden. Eine gute Luftfeuchtigkeit bestimmt die Hydration und die Qualität der Häutungen.

Bodengrund
KokosfaserSphagnum (Torfmoos)Tropisches Substrat ohne Dünger und PestizideLaubstreu / Mulch (bioaktiver Aufbau)

Eine fast ausschließlich baumbewohnende Art, die selten den Boden berührt; das Substrat dient vor allem der Regulierung der Luftfeuchtigkeit und der Unterstützung eines bepflanzten bioaktiven Aufbaus (lebende Pflanzen, Asseln, Springschwänze).

UVB
Empfohlen

Für diesen tagaktiven Sonnenanbeter unerlässlich: UVB niedriger bis mittlerer Intensität (T5-Röhre 5-6 % oder Ziel-UVI ~2-3 im oberen Bereich, unter dem Wärmespot), gemäß den Empfehlungen des Herstellers ersetzt. Schattenzonen zur Selbstregulierung vorsehen. Ein UVB-/D3-Mangel führt rasch zur metabolischen Knochenerkrankung.

Wasserstelle
Zur freien Verfügung

Trinkt nicht aus einem Becken: nimmt die durch das Besprühen auf Blättern, Bambus und Wänden abgesetzten Tröpfchen auf. Für regelmäßiges feines Besprühen sorgen; eine kleine, flache Schale kann ergänzen, bleibt aber zweitrangig.

Herkunft
Gekkonidae

Madagaskar (Nordwesten), endemisch in einem winzigen, zerstückelten Areal (Halbinsel Ampasindava, Region Nosy Faly), an Bambus gebunden. ACHTUNG: Die Art ist in CITES Anhang II gelistet (wie alle Phelsuma) und gilt in der Natur als bedroht; nur in Gefangenschaft geborene Tiere (NZ) erwerben, niemals Wildfänge, und die Herkunftsnachweise aufbewahren.

02

Fütterung & Gesundheit

Ernährung

Allesfresser / Nektarfresser (insektenfressend + Nektar/Früchte) — Lebende Mikrobeute, mit Calcium bestäubt: Fruchtfliegen (Drosophila), Mikrogrillen/stecknadelkopfgroße Grillen, Springschwänze; ergänzt durch Fruchtpüree und Nektar/Brei für Taggeckos.

Die Beutegröße an das sehr kleine Maul anpassen (vor allem Fruchtfliegen). Bei jeder Mahlzeit mit einem D3-freien Calciumpräparat bestäuben und 1- bis 2-mal pro Woche mit Calcium+Vitaminen (mit D3). Den Frucht-/Nektarbrei 2-3 Mal pro Woche anbieten, ohne übermäßigen Zucker, um Fettleibigkeit zu vermeiden.

Fortpflanzung
Eierlegend

Gelege 2–2 Eier/Jungtiere. Typisches Gelege von 2 Eiern (manchmal 1), in Ritzen/Bambus abgelegt und nicht am Untergrund festgeklebt, daher zur künstlichen Inkubation entnehmbar. Inkubation von etwa 40 bis 55 Tagen bei rund 26-28 °C. Sehr produktive Weibchen: hoher Calciumbedarf (endolymphatische Säckchen) und Risiko einer Legenot bei Mangel — die Gelege zeitlich strecken, wenn sich der Zustand des Weibchens verschlechtert.

Gesundheitliche Warnzeichen
  • Metabolische Knochenerkrankung (MBD) durch Calcium-/Vitamin-D3-Mangel oder unzureichendes UVB
  • Legenot (Dystokie) bei Weibchen, oft mit einem Calciummangel verbunden
  • Häutungsprobleme (Dysecdysis) und Dehydrierung durch zu niedrige Luftfeuchtigkeit
  • Hitzestress / Hitzschlag durch Überhitzung (hohe Empfindlichkeit dieser winzigen Art)
  • Verdauungsparasitosen und Kachexie, besonders bei Wildfängen oder gestressten Tieren
03

Morphen & Genetik

Register mit 0 dokumentiertes Gen für Klemmers Taggecko.

    05

    Häufige Fragen

    Antworten auf die häufigsten Fragen zur Haltung von klemmers taggecko.

    Wie groß wird ein ausgewachsenes Exemplar von Klemmers Taggecko?
    Ein ausgewachsenes Exemplar von Klemmers Taggecko misst in der Regel 8–10 cm (gesamtlänge (kopf-rumpf + schwanz). einer der kleinsten phelsuma: sehr schlanker, dorsoventral abgeflachter körper, angepasst an das hineinschlüpfen in die ritzen hohler bambusrohre.).
    Welche Temperatur und Luftfeuchtigkeit braucht Klemmers Taggecko?
    Ein Gradient von etwa 22–25 °C auf der kühlen Seite bis 26–28 °C auf der warmen Seite, mit einem Sonnenplatz von 30–32 °C. Luftfeuchtigkeit 60–80 %.
    Was frisst Klemmers Taggecko?
    Allesfresser / Nektarfresser (insektenfressend + Nektar/Früchte): Lebende Mikrobeute, mit Calcium bestäubt: Fruchtfliegen (Drosophila), Mikrogrillen/stecknadelkopfgroße Grillen, Springschwänze; ergänzt durch Fruchtpüree und Nektar/Brei für Taggeckos..
    Ist Klemmers Taggecko ein gutes Reptil für Einsteiger?
    Niveau Fortgeschritten. Neugierig, lebhaft und kühn, aber extrem schnell und ein wahrer Ausbruchskünstler (schlüpft durch die kleinste Ritze). Geringe Aggressivität im Vergleich zu P. grandis: kann oft in einer kleinen Gruppe gehalten werden, jedoch die Vergesellschaftung zwischen Männchen (Territorialität) überwachen und jede direkte Handhabung vermeiden (empfindliche Haut, Schwanzautotomie, Flucht). Einzuplanen: eine Lebenserwartung von 8–12 Jahre.

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