Haltungsbedingungen
Großkopfgecko — Herkunft: Süden und Südwesten Madagaskars, in trockenen Laubwäldern und semiariden Gebieten. Eine in Menschenobhut sehr weit verbreitet nachgezüchtete Art (gängige Nachzuchtstämme); nicht in CITES gelistet und auf EU-Ebene nicht geschützt. Nachzuchttiere sind Wildfängen dringend vorzuziehen..
Temperaturgradient im Terrarium
Nachtaktive Art: kein echter Sonnenplatz zum Aufwärmen und kein starker Spot. Ein horizontales Gefälle mit einer Heizmatte oder einem Heizkabel unter einem Teil des Bodens oder einer schwachen Keramiklampe schaffen, per Thermostat gesteuert. Warme Bodenzone 30-32 C, kühle Zone 24-26 C. Gesunde Nachtabsenkung bis 20-22 C (verträgt gelegentlich 18 C). Niemals die gesamte Fläche beheizen.
Bodenterrarium (Grundfläche wird bevorzugt)
45x30x30 cm sind ein Minimum für ein einzelnes adultes Tier; für ein Paar oder ein Trio eher 60 cm Länge vorsehen (höchstens 1 Männchen, Männchen kämpfen). Entscheidend ist die Grundfläche, die Höhe ist zweitrangig. Zahlreiche bodennahe Verstecke, Rindenstücke, einige niedrige Äste (die Art klettert ein wenig) und mindestens ein unverzichtbares feuchtes Versteck bieten. Ein gut verschlossener Deckel: Dieser Gecko ist schnell und entkommt leicht.
Insgesamt trockenes bis mäßiges Klima (40-60 %). Das Schlüsselelement ist ein feuchtes Versteck (angefeuchtetes Moos/Kokosfaser), das dauerhaft für Häutung und Eiablage bereitgehalten wird. Ein leichtes Besprühen am Abend genügt; stehende Feuchtigkeit und unzureichende Belüftung vermeiden.
Reinen Feinsand und verschluckbare kalkhaltige Substrate meiden (Verstopfungsgefahr), besonders bei Jungtieren. Ein leicht anfeuchtbares Erdgemisch ermöglicht es den Weibchen, zum Ablegen zu graben.
Als nachtaktive Art nicht zwingend erforderlich, doch schwaches UVB (Röhre 5-6 %, UV-Index 1-2) bringt echte Vorteile für den Kalziumstoffwechsel, insbesondere bei Zuchtweibchen. Wird kein UVB angeboten, wird die D3-Ergänzung obligatorisch. Stets ein Versteck vorsehen, das ein Ausweichen vor dem UV ermöglicht.
Ein Schälchen mit frischem, sauberem Wasser, das jederzeit zur Verfügung steht und regelmäßig erneuert wird. Ein leichtes Besprühen am Abend unterstützt Flüssigkeitshaushalt und Häutung; manche Tiere trinken vor allem die Tröpfchen.
Süden und Südwesten Madagaskars, in trockenen Laubwäldern und semiariden Gebieten. Eine in Menschenobhut sehr weit verbreitet nachgezüchtete Art (gängige Nachzuchtstämme); nicht in CITES gelistet und auf EU-Ebene nicht geschützt. Nachzuchttiere sind Wildfängen dringend vorzuziehen.
Fütterung & Gesundheit
Insektenfresser — Grillen, Schaben (Blaptica dubia, Shelfordella), gelegentlich Mehlwürmer und Regenwürmer; Wachsmotten als seltener Leckerbissen. Beute kleiner als der Abstand zwischen den Augen des Geckos.
Gefräßiger Appetit und aktiver Jäger. Jungtiere täglich, adulte Tiere alle 2 bis 3 Tage füttern. Die Beute bei fast jeder Mahlzeit mit Kalzium bestäuben (mit oder ohne D3 je nach UVB) und einmal pro Woche mit einem Multivitaminpräparat. Ein Schälchen mit reinem Kalzium zur freien Verfügung bereitstellen, besonders für Zuchtweibchen. Bei überfütterten adulten Tieren auf Übergewicht achten.
Gelege 2–2 Eier/Jungtiere. Eine überaus produktive Art: Gelege von 2 Eiern (manchmal 1) alle 10 bis 14 Tage während der Saison, über lange Zeiträume. Inkubation bei etwa 26-29 C über rund 50 bis 70 Tage; die Inkubationstemperatur beeinflusst das Geschlecht der Jungtiere. Diese hohe Ablagerate erschöpft die Kalziumreserven: intensive Kalziumergänzung ist obligatorisch und reproduktive Ruhephasen sind nötig, um das Weibchen zu schonen.
- Metabolische Knochenerkrankung (MBD) / Hypokalzämie, sehr häufig bei Zuchtweibchen infolge wiederholter Gelege
- Legenot (Dystokie) mangels eines geeigneten Ablageplatzes oder durch Kalziummangel
- Reproduktive Erschöpfung und Abmagerung bei durchgehend legenden Weibchen
- Erschwerte Häutung (Dysekdysis), besonders an Zehen und Schwanz, bei fehlendem feuchten Versteck
- Darmverschluss (Impaktion) auf ungeeignetem Substrat oder durch zu große Beute
Morphen & Genetik
Register mit 3 dokumentierte Gene für Großkopfgecko.
- Xanthic / Aurantiacum orange phaseRez
- Anerythristic / SnowRez
- GhostRez
Verpaarungsrechner
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Großkopfgecko × Großkopfgecko
Wahrscheinlichkeiten pro Gen (unabhängige Loci).
Häufige Fragen
Antworten auf die häufigsten Fragen zur Haltung von großkopfgecko.
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Welche Temperatur und Luftfeuchtigkeit braucht Großkopfgecko?▾
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