Artenprofil · Elapidae

Naja haje

Vollständiger Haltungssteckbrief und Morphen-Genetikregister für ägyptische kobra — Haltungsparameter, Fütterung, Zucht und Verpaarungsrechner.

Egyptian CobraBrown CobraAspic (Historical)Uraeus (Ancient Egypt)Cobra d'Égypte
Endgröße
1.5–2 m
Lebenserwartung
20–30 Jahre
Schwierigkeit
Experte
Temperament
Nachtaktiv
Aktivität
Nachtaktiv
Fortpflanzung
Eierlegend
01

Haltungsbedingungen

Ägyptische Kobra — Herkunft: Nordafrika, Sahel und Ostafrika bis zur Arabischen Halbinsel; aride, semiaride Lebensräume und Savannen. Das Taxon Naja haje sensu lato wurde kürzlich aufgespalten (N. haje, N. arabica, N. senegalensis), was einige Angaben zu Verbreitung und Biologie relativiert..

Temperaturgradient im Terrarium

Nacht min.22 °C
Kühle Zone24–26 °C
Warme Zone30–32 °C
Sonnenplatz33–35 °C

Wärmeliebende Art, die einen echten Temperaturgradienten und einen lokalen Wärmepunkt benötigt (aktive Thermoregulation trotz nacht-/dämmerungsaktiver Lebensweise). Einen zuverlässigen Thermostat verwenden und jede Wärmequelle abschirmen, um Verbrennungen zu vermeiden. Eine mäßige nächtliche Absenkung wird akzeptiert.

Terrarium (adult)
180 × 90 × 90 cm

Vollständig geschlossenes, abschließbares und ausbruchsicheres Giftschlangen-Terrarium ("Hot"-Anlage), idealerweise mit Schleuse oder Klappe, die Fütterung und Pflege aus der Distanz ermöglicht.

Mindestmaße für ein adultes Tier; größer ist für diese aktive, robuste Art stets vorzuziehen. SICHERHEIT geht über alles: verriegelte Verschlüsse, spaltfreie Dichtungen, doppelte Kontrolle vor jedem Öffnen, ein eigener Raum. Stabile Verstecke an beiden Enden des Gradienten und einen niedrigen Ast vorsehen (das Tier richtet sich auf und erkundet). Haltung streng reglementiert: Sachkundenachweis / "Gift"-Genehmigung je nach Land; die Verfügbarkeit eines geeigneten Antivenins und eines Notfallprotokolls im Krankenhaus sind unerlässlich. Art NICHT im CITES gelistet, aber den nationalen Regelungen für gefährliche Tiere unterworfen.

Luftfeuchtigkeit
40–60 %

Eher trockenes bis moderates Klima. Ein feuchtes Versteck (Sphagnum) bereitstellen, vor allem während der Häutung, um Häutungsstörungen vorzubeugen; stehende Feuchtigkeit und durchnässtes Substrat vermeiden.

Bodengrund
Papier / Küchenpapier (erleichtert die sichere Pflege)Trockene Espenspäne (Aspen)Trockene Erdmischung nach Savannenart

In einer Giftschlangenanlage erleichtert ein einfaches, helles Substrat (Papier) das Auffinden des Tieres sowie eine schnelle und sichere Reinigung. Partikelsubstrate müssen trocken bleiben, um Dermatitis (Scale Rot) vorzubeugen.

UVB
Optional

Für eine Schlange nicht zwingend erforderlich, aber vorteilhaft: UVB geringer Intensität (Ferguson-Zone 1 bis 2). Einen regelmäßigen Tag-/Nacht-Rhythmus einhalten.

Wasserstelle
Zur freien Verfügung

Ein großes Gefäß mit sauberem Wasser, jederzeit verfügbar, schwer und stabil genug für ein teilweises Untertauchen; häufig erneuern.

Herkunft
Elapidae

Nordafrika, Sahel und Ostafrika bis zur Arabischen Halbinsel; aride, semiaride Lebensräume und Savannen. Das Taxon Naja haje sensu lato wurde kürzlich aufgespalten (N. haje, N. arabica, N. senegalensis), was einige Angaben zu Verbreitung und Biologie relativiert.

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Fütterung & Gesundheit

Ernährung

Fleischfresser — In Gefangenschaft: Nagetiere (Mäuse, Ratten) angemessener Größe, aufgetaut. In der Natur: Kröten (ein wesentlicher Teil der Nahrung), Vögel, kleine Reptilien und Nagetiere.

Ein gefräßiger Fresser, der sich leicht an tote Nagetiere gewöhnen lässt. Wildbeute (Kröten/Amphibien) meiden, da sie Parasiten und Toxine einträgt. Fütterung ausschließlich aus der Distanz (lange Zange); niemals mit der Hand füttern. Auf Verfettung durch Überfütterung achten.

Fortpflanzung
Eierlegend

Gelege 8–20 Eier/Jungtiere. Gelege von 8 bis 20 Eiern. Inkubation von etwa 55 bis 65 Tagen bei rund 28-30 °C. Die Nachzucht einer Giftschlange erfordert spezielle Anlagen und Erfahrung; schon der Umgang mit Eiern und Jungtieren ist gefährlich.

Gesundheitliche Warnzeichen
  • Atemwegsinfektionen (Mykoplasmen/Bakterien), begünstigt durch unpassende Kälte oder Feuchtigkeit
  • Stomatitis (Maulfäule)
  • Innere Parasiten, insbesondere bei Wildfängen und bei einer Amphibiennahrung
  • Häutungsstörungen (erschwerte Häutung) infolge zu niedriger Luftfeuchtigkeit
  • Dermatitis / Scale Rot auf feuchtem, verschmutztem Substrat; Verfettung durch Überfütterung
03

Morphen & Genetik

Register mit 3 dokumentierte Gene für Ägyptische Kobra.

  • Melanistic (Genetic Black) black cobraDom
  • Albino (Confusion Check)Rez
  • Patternless / SolideDom
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Verpaarungsrechner

Wähle den Genotyp jedes Elterntiers — die Wahrscheinlichkeiten für das Gelege werden live neu berechnet. Kostenlos, ohne Anmeldung.

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Ägyptische Kobra × Ägyptische Kobra

Wahrscheinlichkeiten pro Gen (unabhängige Loci).

GenElterntier AElterntier B
Erwartetes GelegeWähle bei mindestens einem Elterntier ein Gen aus.
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Häufige Fragen

Antworten auf die häufigsten Fragen zur Haltung von ägyptische kobra.

Ist die Ägyptische Kobra gefährlich, und kann man sie einem Anfänger anvertrauen?▾
Absolut nicht: Es handelt sich um eine LEBENSGEFÄHRLICH GIFTIGE ART, deren neuro- und zytotoxisches Gift jeden Biss zu einem medizinischen Notfall macht und die als reine Expertenart eingestuft wird. Sie darf nur mit Mitteln zur Fixierung auf Distanz (Haken, Röhren, Umsetzbox) gehandhabt werden und erfordert ein vorab festgelegtes Antivenin-Protokoll; sie ist erfahrenen, rechtlich befugten Haltern vorbehalten, niemals einem Anfänger.
Wie groß kann eine adulte Ägyptische Kobra werden?▾
Die meisten adulten Tiere erreichen eine Gesamtlänge von 150 bis 200 cm, ein dokumentierter Rekord liegt über 240 cm. Es ist eine schwere, gedrungene Schlange, die deutlich dicker ist als asiatische Kobras.
Welches Terrarium und welche Sicherheitsmaßnahmen sind erforderlich?▾
Erforderlich ist ein vollständig geschlossenes, abschließbares und ausbruchsicheres Giftschlangen-Terrarium, idealerweise mit Schleuse oder Klappe, die Fütterung und Pflege aus der Distanz ermöglicht, mit Mindestmaßen von 180 x 90 x 90 cm für ein adultes Tier. Sicherheit geht über alles: verriegelte Verschlüsse, keinerlei Spalten, doppelte Kontrolle vor jedem Öffnen und ein eigener Raum, dazu stabile Verstecke an beiden Enden des Temperaturgradienten.
Welcher Temperaturgradient sollte eingehalten werden?▾
Diese wärmeliebende Art benötigt trotz ihrer nacht- und dämmerungsaktiven Lebensweise einen echten Temperaturgradienten: warme Seite bei 30-32 °C, kühle Seite bei 24-26 °C, sowie einen lokalen Wärmepunkt bei 33-35 °C. Ein zuverlässiger Thermostat und abgeschirmte Wärmequellen sind unerlässlich, um Verbrennungen zu vermeiden; nachts darf die Temperatur bis auf 22 °C absinken.
Welche Luftfeuchtigkeit ist nötig, und wie geht man mit der Häutung um?▾
Das allgemeine Klima sollte eher trocken bis moderat bleiben, zwischen 40 und 60 %. Vor allem während der Häutung sollte ein feuchtes, mit Sphagnum gefülltes Versteck angeboten werden, um Häutungsstörungen vorzubeugen, wobei stehende Feuchtigkeit oder ein durchnässtes Substrat zu vermeiden sind.
Was frisst eine Ägyptische Kobra in Gefangenschaft?▾
In Gefangenschaft ernährt sie sich von aufgetauten Nagetieren (Mäuse, Ratten) angemessener Größe und gewöhnt sich leicht an diese Kost, obwohl ihre natürliche Nahrung auch Kröten und Vögel umfasst. Gefüttert wird ausschließlich mit langer Zange, niemals mit der Hand, und bei diesem besonders gefräßigen Fresser muss auf Verfettung geachtet werden.
Braucht sie UVB-Beleuchtung?▾
Für eine Schlange ist das nicht zwingend erforderlich, aber UVB geringer Intensität (Ferguson-Zone 1 bis 2) bleibt vorteilhaft. Vor allem sollte ein regelmäßiger Tag-Nacht-Rhythmus eingehalten werden.
Wie lange lebt diese Art?▾
Die Ägyptische Kobra ist sehr langlebig, mit einer Lebenserwartung von 20 bis 30 Jahren bei guter Haltung, mitunter mehr. Es handelt sich also um eine sehr langfristige Verpflichtung, die vor jeder Anschaffung sorgfältig abgewogen werden sollte.
Wie pflanzt sie sich fort, und ist die Nachzucht für Privatpersonen zugänglich?▾
Als eierlegende Art legt sie 8 bis 20 Eier, mit einer Inkubationszeit von etwa 55 bis 65 Tagen zwischen 28 und 30 °C. Die Nachzucht einer Giftschlange erfordert spezielle Anlagen und Erfahrung, da schon der Umgang mit Eiern und Jungtieren an sich gefährlich ist.
Welche gesundheitlichen Hauptprobleme treten bei dieser Art auf?▾
Atemwegsinfektionen, begünstigt durch unpassende Kälte oder Feuchtigkeit, sowie Stomatitis gehören zu den häufigsten Beschwerden. Hinzu kommen innere Parasiten, insbesondere bei Wildfängen, Häutungsstörungen infolge zu niedriger Luftfeuchtigkeit sowie Dermatitis auf feuchtem, verschmutztem Substrat.
Ist die Haltung reglementiert, und muss ein Antivenin verfügbar sein?▾
Die Art ist nicht im CITES gelistet, unterliegt aber weiterhin den nationalen Regelungen für gefährliche Tiere, wobei in der Regel ein Sachkundenachweis oder eine spezielle Giftschlangen-Genehmigung erforderlich ist. Die Verfügbarkeit eines geeigneten Antivenins sowie ein vorab festgelegtes Notfallprotokoll im Krankenhaus sind nicht verhandelbare Voraussetzungen vor jeder Anschaffung.
Wie verhält sich die Ägyptische Kobra bei einer Bedrohung?▾
Es ist eine defensive Schlange, die standhält, statt zu fliehen, und sich aufrichtet, wobei sie eine schmale, langgestreckte Haube bildet, die länger ist als die der Indischen Kobra. Sie führt vor einem echten Biss oft Einschüchterungsstöße mit geschlossenem Maul aus, was die Schwere eines tatsächlichen Bisses in keiner Weise mindert.

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